Der Wirtschaftsstandort Ivano-Frankivsk
Im Gebiet Ivano-Frankivsk (IF) leben rund 1,45 Millionen Menschen auf 13.900 qkm. Die Region beherbergt eine ganze Reihe von wertvollen Bodenschätzen (Erdöl, Erdgas, Braunkohle, Kalium, Salze, Kalkstein sowie rund 100 Mineralquellen). Ein Großteil dieser Bodenschätze wird in dem Gebiet auch weiterverarbeitet. Die Energiewirtschaft ist hochentwickelt und Ivano-Frankivsk versorgt auch die Nachbarregionen mit elektrischer Energie. Rund 50 % des Gebietes sind mit Wald bedeckt und die hohen Bodenwerte ermöglichen eine ertragreiche Landwirtschaft.
Im Süden des Gebietes Ivano-Frankivsk befindet sich eine der attraktivsten touristischen Regionen Europas – das waldreiche Karpatengebirge mit dem 2061 m hohen Gorleva, dem höchsten Berg der Ukraine. In den Karpaten und deren Vorland befinden sich eine ganze Reihe von bekannten Erholungs- und Kurorten.
Die Verwaltungen des Gebietes und der Landeshauptstadt haben ein regionales Programm zur Förderung von Innovationen und Investitionen verabschiedet, mit welchem vor allem auch ausländische Firmen zu unternehmerischen Aktivitäten ermuntert werden sollen. Dazu wurde bei der Stadtverwaltung von Ivano-Frankivsk ein Koordinierungsbüro geschaffen, wo für in- und ausländische Unternehmen innerhalb kürzester Zeit alle notwendigen administrativen Entscheidungen getroffen werden. Des Weiteren ist dieses – direkt dem Bürgermeister unterstellte – Büro der Ansprechpartner der Unternehmen für alle Fragen und eventuell anstehenden Probleme.
Das Zentrum für die wirtschaftlichen Aktivitäten in der Region Ivano-Frankivsk bildet die gleichnamige Landeshauptstadt. Mehrere überregional bedeutende Unternehmen haben ihre Produktionsstätten in der Stadt, wie z.B. drei Energiegerätehersteller „Karpaty“, „Armatunij Sawod“ und „Promprylad“, der Metallpressenhersteller „Presmash“, die Farbenfabrik „Polimer“, das Landmaschinenwerk „Agromash“, die Kommunikationsanlagenfirma „Rodon“, die Lederfabrik „Plai“, die Konfektionshersteller „Styl“ und „Halchyna“, die Möbelfabriken "Metaloplast“, „Meblewa Fabrika“ und „Prikarpatsky“, mehrere Holzverarbeiter sowie insgesamt acht Unternehmen der Lebensmittelindustrie.
Seit 1999 existiert das deutsch-ukrainische Joint-Venture Unternehmen „Kuvert-Ukraine“, welches mehr als 50% Marktanteil beim Absatz von Briefumschlägen in der Ukraine besitzt. Im Jahre 2003 nahm das deutsch-österreichisch-ukrainische Gemeinschaftsunternehmen „Solid“ seine Holzartikelproduktion auf. Rund 90% der Produkte werden davon in die Staaten der EU exportiert. Der italienische Haushaltsgerätehersteller „Merloni“ produziert am Standort Ivano-Frankivsk seit mehreren Jahren Waschmaschinen und andere Elektrogeräte.